Obwohl Griechenland nur eine relativ kleine Fläche besitzt, ist es in der glücklichen Lage, über eine abwechslungsreiche Landschaft voller Gegensätze zu verfügen. Es hat eine sehr lange Küstenlinie, hohe und niedrige Berge, Flüsse, Seen und Schluchten, wo eine große Zahl an Pflanzen und Tieren beheimatet ist. Eine bedeutende Rolle spielt der glückliche Umstand, dass Griechenland sowohl mit Asien wie mit Afrika benachbart ist, was dazu führte, dass es hier Arten gibt, die anderswo in Europa nicht vorkommen. Das Meer ist das vorherrschende Element der griechischen Natur, und die Menschen haben bereits in der frühen Antike die zahlreichen großen und kleinen Inseln besiedelt, die sich vor dem Festland erstrecken. Anstatt sich die Natur untertan zu machen, haben die Inselbewohner gelernt, sich ihr anzupassen und mittels kleiner Eingriffe und einer harmonisch in die Natur eingebundenen Architektur Bilder geschaffen, die in der ganzen Welt als Markenzeichen gelten. Andererseits haben die hohen Berge, die sich auf dem Festland befinden, die Menschen seit jeher mit Ehrfurcht erfüllt, und in ihrer Mythologie haben sie auf dem höchsten von ihnen, nämlich dem Olymp, ihre Götter beheimatet. Noch heute findet man in den Bergen zahlreiche bedeutende Wälder. Der Urwald von Rhodopi ist einer der letzten seiner Art in Europa. Inzwischen wurden viele Gebiete zu Nationalwäldern, Nationalparks und ästhetischen Wäldern ernannt, und außerdem werden viele Gegenden durch den europäischen Netzverband Natura geschützt.